Das Züchten auf Steinwolle findet immer mehr begeisterte Anwender. Vorteile gegenüber dem Züchten auf Erde: Die Steinwollmatten sind sauber und steril und haben selbst keinerlei
Nährstoffe. Der Züchter kann durch gezielte Zugabe von Nährstoffen jederzeit in die Ernährung der Pflanzen eingreifen. Die Versorgung der Pflanzen läßt sich bei Steinwollzucht nahezu vollkommen automatisieren. Lediglich
PH und EC Wert der Nahrung müssen regelmäßig kontrolliert und angepasst werden. Außerdem bietet Steinwolle ein nahezu perfektes Wasser-Luftverhältnis für die Wurzeln, was dem Wachstum und somit dem Ertrag zugute kommt.
Die Steinwollmatten liegen in sog. Librabak Kästen. Diese Kästen liegen mit einem Neigungswinkel von ca. 10 Grad auf dem Pflanztisch. Am vorderen unteren Ende gibt es zwei Abläufe, über die überschüssiges Wasser ablaufen kann. Die Steinwollmatten sind mit Folie umhüllt und werden oben aufgeschnitten um die Anzuchtwürfel aufzustellen. Hat sich die Steinwolle komplett mit Wasser vollgesogen, wird auch unten ein Einschnitt gemacht, über den das Wasser ablaufen kann. Die Wasserzufuhr efolgt über ein System aus Tauchpumpe, Filter, Rückschlagventil und einem dicken PE Rohr. In das PE Rohr werden kleine Kapillarröhrchen gesteckt, die jeweils zu einer Pflanze laufen und in einen Tropfer münden. Auf jeder Steinwollmatte finden etwa 4-5 Startwürfel Platz. Eine Growlampe mit 400 Watt reicht für die Beleuchtung von ca. 5 Librabak-Kästen.
Die Bewässerung erfolgt im 2 - 4 Stundenrythmus und wird idealerweise durch eine Schaltzeituhr gesteuert. Beim Anbau auf Steinwolle ist häufige Bewässerung notwendig, da die Pflanze Zeit braucht, um die Nährstoffe aus dem Wasser aufzunehmen.
Zum Einlesen in die Materie empfehlen wir die Bücher
"Auf Steinwolle züchten für Anfänger" ,
"Der Innengarten - Züchten auf Steinwolle" und "
HydroLogisch"